Früher wurde in der
Weinregion Estremadura hauptsächlich auf Quantität geachtet, denn 60.000 ha Rebfläche wurden bewirtschaftet mit dem Ergebnis, dass die Winzergenossenschaften dieser Region ca. 25% des portugiesischen Weins herstellten. Das Blatt hat sich nun gewendet, da nur noch ca. 30.000ha angebaut werden. Trotzdem werden Heute noch erhebliche Mengen als offene, also nicht in Flaschen abgefüllte Weine vermarktet. Viele Endkunden holen diese Weine selbst in Kanister oder kleinen Fässer bei den Winzergenossenschaften ab. Die zweite, mittlerweile gängingere, Variante ist, dass die Winzergenossenschaften diese Weine in Plastikbehälter abfüllen, diese mit einem Karton verpacken, somit die sogenannte
Bag-in-Box - Verpackung.
Diese Verpackungsart (3L, 5L, 10L oder 20L) wurde schnell und nicht nur innerhalb der portugiesischen Landesgrenzen verbreitet. Die Qualität dieser "Schlauchweine" hat sich in der Vergangenheit enorm verbessert, so dass sich immer mehr Endkunden, viele davon auch Weinliebhaber, mit dieser Verpackung angefreundet haben.
Der
Vorteil dieses Plastikbehälters, oder lebensmittelhygienischen Plastikschlauchs ist, dass sich die Weine lange im angebrochenen Zustand halten. Mehr als 3 Monate sind da spielerisch drin,
da beim Zapfen keine Luft an den Wein kommt und der Wein somit noch Frisch wie am 1. Tag ist. Im jetzigen Zeitalter und mit dem aktuellen
Umweltbewusstsein, das jeder von uns haben sollten, ist zu erwähnen, dass die Entsorgung dieser Verpackung ebenfalls kein Problem darstellt. Der innere Plastikschlauch kommt in die Gelbe Tonne oder Gelber Sack und der äußere Karton in die blaue Tonne. Wird die gleiche Menge Wein verglichen, so wird leicht festgestellt, dass der in Bag-in-Box verpackte Wein im Gesamten weniger wiegt als der in Flaschen verpackte.
Neben den Genossenschaften haben nun auch viele Weingüter angefangen den ansprechenden bis sehr guten Wein in die Bag-in-Box zu füllen. Durch diese Verpackung kann ein guter Wein günstiger angeboten werden, da die Verpackungskosten und der Abfüllprozess viel günstiger sind als das Befüllen der Glasflaschen und die Glasflaschen und Korken selbst. Auch Frachtkosten sind nicht nur wegen des Gewichts sondern auch wegen des im Verhältnis zu Flaschen kleineren Volumens günstiger. Diese Kosteneinsparungen geben die Weingüter meist an die Kunden weiter.
Fazit: Innerhalb einer bestimmten Kategorie von guten Alltagsweinen bietet diese Verpackung also nur Vorteile für alle Beteiligte, Hesteller, Konsument und Umwelt.