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Die portugiesischen Weinklassen
Vinho da Mesa Dies sind Tafelweine, die einfachste Qualität der portugiesischen Weine. Sie unterliegen weder der regionalen Qualitätsbestimmungen noch der Bestimmungen der Anbaugebiete. Dies sind Äquivalente zu dem französischen Vin de Table. Trotz der einfachsten Qualität, sind hier oft hervorragende Weine zu finden. Da sie die formellen Regeln der Qualitätsweinbestimmungen nicht erfüllen.
VR - Vinho Regional Nur 11 festgelegte Weinregionen dürfen diesen Vinho Regional unter Einhaltung bestimmter qualitativer Aspekte produzieren. Dieser Wein, auch Landwein genannt, kann dem französischen Vins de Pays gleichgesetzt werden. Wenn die Vorgaben für eine DOC-Bezeichnung (Erklärung siehe unten) nicht ausreichend sind, wird Vinho Regional oft für hochwertige (meist auch teure Weine) verwendet. Oftmals gibt es geografische Überschneidungen der VR mit den DOC oder IPR-Gebieten (auch hierzu gleich mehr), doch die Anforderungen dieser Weinkategorie unterscheidet sich klar von den anderen. Oftmals werden Spitzenweine als VR verkauft, nur weil Rebsorten verwendet wurden, welche für DOC oder IPR nicht zugelassen sind. In dieser Klasse werden oft „Experimente“ gemacht, da es hier größere Spielräume als in der DOC oder IPR-Klasse gibt, allerdings ist diese Klasse hinsichtlich Rebsorten, Gebiet und Mindestalkoholgehalt reglementiert.
IPR – Indicação de Proveniência Regulamentada Mit dem EU-Beitritt wurden neue Weinkategorien eingeführt. Die IPR ist die untere, die dem französischen VDQS oder italienischen IGT entspricht. Grundsätzlich müssen diese Weine der DOC-Kategorie entsprechen, da die IPR die Vorstufe zur DOC ist. Nach einer mehrjährigen Übergangszeit, kann dieses IPR-Gebiet zum DOC-Gebiet ernannt werden. DOC und IPR kann nicht gleichgesetzt werden, dennoch werden im Normallfall aus einer IPR, bzw. mehreren IPR-Gebieten ein neues DOC-Gebiet. Aktuell gibt es 4 IPR-Gebiete in Portugal.
DOC – Denominação de Origem Contolada Weine aus einem DOC-Gebiet stammen aus einem kontrollierten, eng umgrenzten Gebiet. Die portugiesischen DOC-Weine sind den französischen AOC, italienischen DOC oder spanischen DO gleichzusetzen. In einem DOC-Gebiet sind z.B. die Rebsorten, der max. Hektarertrag, die Mindestausbauzeit und teilweise die Anbaumethoden reglementiert. In Portugal sind DOC-Gebiete oft in kleinere Teilgebiete, die Sub-Região unterteilt. Aktuell gibt es in Portugal 29 DOC-Regionen.
VQPRD – Vinho de Qualidade Produzido em Região Determinada Dies ist eine Bezeichnung für Qualitätsweine, die aus einer fest umgrenzten Region stammen. Diese auf europäischen Klassifikationen beruhende Bezeichnung, wird oft anstelle von IPR oder DOC verwendet. Für Likör-, Perl- und Schaumweine gibt es ebenfalls entsprechende Qualitätsbezeichnungen, wie VLPRD, VFPRD und VEPRD.
Die EU hat die Weinklassen in Europa neu geregelt. Diese oben genannten Weinklassen können bis Ende 2010 noch verwendet werden. Folgende neue Bezeichnungen sind die Folge: VR -> IG = Indicações Geográficas DOC -> DOP = Denominação de Origem Protegida IPR -> Diese Zwischenstufe entfällt
Seit dem 1. August sind diese Bezeichnungen offiziell gültig.
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